B2B-Commerce

Was sind kundenspezifische Preise?

Kundenspezifische Preise sind Preise und Preislisten, die ein Anbieter individuell mit einem einzelnen Kunden oder einer Kundengruppe aushandelt und vertraglich hinterlegt. Statt eines einheitlichen Listenpreises sieht jeder Kunde nach dem Login seine eigenen Konditionen. Im B2B-Commerce ist das der Normalfall, weil Preise Verhandlungssache sind und pro Kunde variieren.

Kundenspezifische Preise entstehen aus Rahmenverträgen, Jahresvereinbarungen oder Projektkonditionen. Ein Kunde erhält beispielsweise pauschal 12 Prozent auf eine Warengruppe, ein anderer feste Nettopreise für seine Kernartikel. Diese Konditionen werden pro Kunde oder Kundengruppe als Preisliste hinterlegt und sind nur nach dem Login sichtbar, nicht öffentlich wie ein Katalogpreis.

Im Unterschied zu Staffelpreisen, die rein an der Bestellmenge hängen und für alle gleich gelten, sind kundenspezifische Preise vertraglich und individuell. Es geht nicht um öffentliche Mengenrabatte, sondern um ausgehandelte Konditionen pro Kunde. Beide Logiken lassen sich kombinieren, etwa eine individuelle Preisliste, auf der einzelne Positionen zusätzlich noch Mengenstaffeln tragen.

Kriterium Kundenspezifische Preise Staffelpreise
Logik Vertraglich pro Kunde oder Kundengruppe ausgehandelt Reine Mengenlogik, mehr Menge senkt den Stückpreis
Sichtbarkeit Nur nach Login, individuell je Kunde Öffentlich, für alle Kunden gleich
Grundlage Rahmenvertrag, Jahresvereinbarung, Projektkondition Preisstaffel je Mengenschwelle
Datenquelle Meist ERP, per Schnittstelle in den Shop gespiegelt Shop oder ERP, als Staffel je Artikel
Typischer Kontext B2B mit festen Geschäftskunden und Rahmenverträgen B2B und B2C, Anreiz für größere Bestellmengen

Stand: August 2026. Die Gegenüberstellung zeigt die typische Ausgestaltung in B2B-Shopsystemen wie Shopware.

Vom Vertrag zum Preis nach Login
Vom Vertrag zum individuellen Preis nach Login 1. Rahmenvertrag im ERP ausgehandelte Konditionen 2. Kundengruppe / Preisliste Kunde wird zugeordnet 3. Spiegelung in den Shop per Schnittstelle 4. Preis nach Login individuell je Kunde ERGEBNIS Eigener Preis statt Listenpreis

Die ausgehandelten Konditionen liegen im ERP, der Shop spiegelt sie und zeigt jedem Kunden nach dem Login seinen individuellen Preis. Der Ablauf ist illustrativ.

Wofür werden kundenspezifische Preise genutzt?

Kundenspezifische Preise bilden die Realität des B2B-Einkaufs ab: Preise sind Verhandlungssache und hängen von Volumen, Historie und Rahmenvertrag ab. Ein Shop, der diese Konditionen korrekt ausspielt, verlagert wiederkehrende Bestellungen vom Telefon in den Selbstbedienungskanal. Typische Bausteine im B2B-Bestellprozess:

  • Individuelle Preislisten: Jeder Kunde oder jede Kundengruppe sieht nach dem Login die vereinbarten Preise statt des Listenpreises.
  • Quick Order und Schnellbestellung: Erfassung von Bestellungen direkt über Artikelnummer oder CSV-Upload, ohne Klick durch den Katalog.
  • Nachbestellung und Re-Order: Wiederholung früherer Bestellungen aus der Historie mit einem Klick.
  • Freigabeprozesse und Budgets: Bestellungen ab einer festgelegten Höhe gehen erst nach Genehmigung durch eine berechtigte Person raus.

Zusammen ergeben diese Bausteine ein Kundenportal, das den Einkauf größerer Geschäftskunden abbildet, statt sie in einen reinen Katalog-Shop zu zwingen.

Einordnung

In der Praxis scheitern B2B-Shops selten an den Preisen selbst, sondern daran, dass individuelle Preislisten nicht sauber aus dem ERP in den Shop gespiegelt werden. Wer jeden Kunden nach dem Login seine ausgehandelten Konditionen sehen lässt, ohne Mehrfachpflege und ohne Preisfehler, gewinnt Vertrauen und verlagert Bestellungen vom Telefon in den Selbstbedienungskanal.

Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH

Wie werden kundenspezifische Preise im Shop hinterlegt?

Technisch werden Kunden über Kundengruppen oder individuelle Preislisten gesteuert. Nach dem Login zieht der Shop die passende Preisliste und ersetzt den Listenpreis durch die vereinbarten Konditionen. In den meisten Projekten bleibt das ERP die führende Quelle, die Preise werden über eine Schnittstelle in den Shop gespiegelt. So gibt es keine Doppelpflege, und der Shop zeigt in Echtzeit den korrekten Preis pro Kunde.

In Shopware lässt sich das über Kundengruppen, den Rule Builder und Preislisten abbilden, kombiniert mit einer ERP-Anbindung. Wichtig ist, dass Stammdaten und Preise sauber strukturiert vorliegen: Nur dann lassen sich individuelle Preislisten, Quick Order und Freigabeprozesse ohne manuelle Nacharbeit betreiben. Genau hier setzt onacy im B2B-Commerce an.

Kundenspezifische Preise oder Staffelpreise?

Beide Modelle steuern den Preis, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke. Kundenspezifische Preise sind vertraglich pro Kunde oder Kundengruppe hinterlegt und nur nach Login sichtbar. Staffelpreise sind eine reine Mengenlogik und gelten öffentlich für alle gleich, mehr Menge senkt den Stückpreis. Kundenspezifische Preise sind also keine öffentlichen Staffelrabatte, sondern ausgehandelte Konditionen.

In der Praxis kommen beide oft zusammen: Ein Kunde bekommt seine individuelle Preisliste, auf der einzelne Positionen zusätzlich über Mengenstaffeln günstiger werden. Wer beides sauber trennen und dennoch kombinieren will, braucht ein Shopsystem, das Kundengruppen, Preislisten und Staffeln parallel abbilden kann, gespeist aus einer konsistenten Datenbasis.

Häufige Fragen zu kundenspezifischen Preisen

Was sind kundenspezifische Preise einfach erklärt?

Kundenspezifische Preise sind Konditionen, die ein Anbieter individuell mit einem einzelnen Kunden oder einer Kundengruppe vereinbart. Statt eines einheitlichen Listenpreises sieht jeder Kunde nach dem Login seine eigenen, vertraglich hinterlegten Preise und Preislisten. Grundlage sind ausgehandelte Rahmenverträge, keine öffentlich sichtbaren Rabatte. Im B2B ist das der Normalfall, weil Preise Verhandlungssache sind.

Was ist der Unterschied zu Staffelpreisen?

Staffelpreise sind eine reine Mengenlogik: Je größer die bestellte Menge, desto günstiger der Stückpreis, und zwar öffentlich für alle Kunden gleich. Kundenspezifische Preise dagegen sind vertraglich pro Kunde oder Kundengruppe hinterlegt und nur nach Login sichtbar. Beides lässt sich kombinieren, etwa eine individuelle Preisliste mit zusätzlichen Mengenstaffeln je Position.

Wie werden kundenspezifische Preislisten im Shop hinterlegt?

Kunden werden Kundengruppen oder individuellen Preislisten zugeordnet. Nach dem Login zieht der Shop die passende Preisliste und zeigt statt des Listenpreises die vereinbarten Konditionen. Die Preise stammen meist aus dem ERP und werden per Schnittstelle in den Shop gespiegelt. So bleibt das ERP führend, während der Shop die korrekten Preise pro Kunde in Echtzeit ausspielt.

Gehören Quick Order und Freigabeprozesse dazu?

Sie ergänzen kundenspezifische Preise im B2B-Bestellprozess. Quick Order und Nachbestellung beschleunigen wiederkehrende Bestellungen über Artikelnummer oder Bestellhistorie. Freigabeprozesse mit Budgets stellen sicher, dass Bestellungen ab einer bestimmten Höhe erst genehmigt werden. Zusammen mit individuellen Preisen bilden sie die typische Einkaufsrealität größerer Geschäftskunden im Shop ab.

Individuelle Preise im B2B-Shop, ohne Doppelpflege

Kundenspezifische Preise stehen und fallen mit der Anbindung ans ERP. Im Erstgespräch prüfen wir, wie sich Ihre Preislisten, Kundengruppen und Freigabeprozesse im Shop abbilden lassen, damit jeder Kunde nach dem Login den richtigen Preis sieht.

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