B2B-Commerce

Was ist B2B-Commerce?

B2B-Commerce (Business-to-Business-Commerce) bezeichnet den digitalen Handel zwischen Unternehmen, bei dem Hersteller, Großhändler und Distributoren ihre Produkte und Dienstleistungen an gewerbliche Kunden verkaufen. Im Kern verbindet B2B-Commerce Produktdaten, eine Commerce-Plattform und die dahinterliegenden Vertriebs- und Bestellprozesse zu einem durchgängigen digitalen Einkaufserlebnis für Geschäftskunden.

Anders als im Endkundengeschäft (B2C) sind im B2B-Commerce komplexe Anforderungen die Regel: kundenindividuelle Preise und Konditionen, Freigabe- und Genehmigungsprozesse, große Sortimente mit vielen Varianten sowie eine enge Anbindung an ERP- und Warenwirtschaftssysteme. Der digitale Kanal ergänzt oder ersetzt dabei zunehmend den klassischen Vertrieb über Außendienst, Telefon und Katalog.

B2B-Commerce ist damit mehr als ein Onlineshop: Er ist die Schnittstelle, an der Produktinformationen, Kundenbeziehung und Bestellabwicklung zusammenlaufen. Sauber gepflegte Produktdaten sind die Voraussetzung dafür, dass Geschäftskunden Produkte finden, vergleichen und rechtssicher bestellen können.

Kriterium B2B-Commerce B2C-Commerce
Zielgruppe Gewerbliche Kunden: Hersteller, Handel, Beschaffung Endverbraucher
Preise Kundenindividuelle Preise, Staffeln, Rahmenverträge Meist einheitliche Listenpreise
Prozesse Freigaben, Bestelllimits, Angebots- und Genehmigungsabläufe Direkter Kauf ohne Freigabe
Sortiment Große Kataloge, viele Varianten und technische Merkmale Überschaubareres Sortiment
Systemanbindung Enge Kopplung an ERP, PIM und Warenwirtschaft Fokus auf Shop und Zahlung

Stand: Juli 2026. Die Gegenüberstellung beschreibt typische Muster, die je nach Branche und Unternehmen variieren.

Die drei Bausteine des B2B-Commerce
Die drei Bausteine des B2B-CommerceProduktdatenPIM / StammdatenCommerce-PlattformShop, Portal, MarktplatzVertrieb & ProzesseAngebot, Bestellung, ERPERGEBNISDigitalerB2B-Verkauf

Produktdaten, Commerce-Plattform und Vertriebsprozesse greifen im B2B-Commerce ineinander. Die Darstellung ist illustrativ.

Wofür wird B2B-Commerce genutzt?

B2B-Commerce digitalisiert den Verkauf zwischen Unternehmen entlang des gesamten Kaufprozesses. Typische Einsatzfelder sind:

  • Digitale Bestellung wiederkehrender Sortimente durch Bestandskunden, oft über ein B2B-Kundenportal.
  • Bereitstellung kundenindividueller Preise, Konditionen und Rahmenverträge im Self-Service.
  • Anbindung an ERP- und Warenwirtschaftssysteme für aktuelle Verfügbarkeit und automatisierte Auftragsabwicklung.
  • Entlastung des Vertriebs von wiederkehrenden Standardbestellungen, damit dieser sich auf Beratung und Neugeschäft konzentriert.

Für viele Hersteller und Großhändler ist B2B-Commerce heute die Voraussetzung, um im Einkauf ihrer Kunden überhaupt präsent zu bleiben, denn Beschaffung verlagert sich zunehmend in digitale Kanäle.

Einordnung

B2B-Commerce scheitert selten an der Shop-Software, sondern an den Produktdaten dahinter. Wenn Preise, Varianten und technische Merkmale nicht sauber strukturiert vorliegen, laesst sich kein glaubwürdiges digitales Einkaufserlebnis bauen. Wer die Datenbasis zuerst ordnet und die Plattform darauf aufsetzt, kommt schneller in einen Zustand, in dem Geschäftskunden den digitalen Kanal wirklich nutzen.

Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH

Wie hängen B2B-Commerce und Produktdaten zusammen?

B2B-Commerce lebt von der Qualität der Produktdaten. Ein Geschäftskunde muss im digitalen Kanal genauso zuverlässig auswählen können wie im Gespräch mit dem Außendienst: mit vollständigen technischen Merkmalen, Varianten, Verpackungseinheiten und passenden Preisen. Diese Daten werden im Data Management und in einem PIM-System zentral gepflegt und in die Commerce-Plattform gespielt.

Ohne strukturierte Datenbasis bleibt ein B2B-Shop eine leere Hülle. Genau hier setzt onacy als Pimcore Platinum Partner an: Produktdaten so aufbereiten, dass sie über Shop, Portal und Marktplatz konsistent ausgespielt werden. Wie sich ein solcher Umbau ins Gesamtbild einer Commerce-Transformation einordnet, beschreiben wir gesondert.

Welche Architektur passt für B2B-Commerce?

Für die technische Umsetzung stehen unterschiedliche Ansätze zur Wahl. Ein monolithisches Shopsystem bündelt alle Funktionen in einer Anwendung. Composable Commerce setzt dagegen auf Best-of-Breed-Bausteine, die über Schnittstellen kombiniert werden. Unified Commerce wiederum betont eine gemeinsame Datenbasis über alle Kanäle hinweg.

Welcher Ansatz passt, hängt von Sortimentskomplexität, bestehender Systemlandschaft und Digitalisierungsgrad des Vertriebs ab. Wichtiger als die Technologie ist meist die Frage, ob Produktdaten und Prozesse überhaupt so weit stehen, dass ein digitaler Kanal Mehrwert liefert. Wer diesen strategischen Umbau plant, findet die kommerzielle Begleitung dazu auf unserer B2B-Commerce-Leistungsseite.

Häufige Fragen zu B2B-Commerce

Was ist B2B-Commerce einfach erklärt?

B2B-Commerce ist der digitale Handel zwischen Unternehmen, bei dem Hersteller, Großhändler und Distributoren ihre Produkte an gewerbliche Kunden verkaufen. Er verbindet Produktdaten, eine Commerce-Plattform und die Vertriebs- und Bestellprozesse zu einem durchgängigen digitalen Einkaufserlebnis für Geschäftskunden, oft mit kundenindividuellen Preisen und Anbindung an ERP-Systeme.

Was ist der Unterschied zwischen B2B- und B2C-Commerce?

Im B2B-Commerce kaufen Unternehmen bei Unternehmen, im B2C-Commerce kaufen Endverbraucher. B2B ist geprägt von kundenindividuellen Preisen, Freigabe- und Genehmigungsprozessen, großen Sortimenten und enger ERP-Anbindung. B2C setzt eher auf einheitliche Preise und einen direkten Kauf ohne Freigaben. Die Datenkomplexität ist im B2B-Commerce deutlich höher.

Welche Rolle spielen Produktdaten im B2B-Commerce?

Produktdaten sind die Grundlage des B2B-Commerce. Nur mit vollständigen Merkmalen, Varianten und Preisen können Geschäftskunden Produkte finden, vergleichen und rechtssicher bestellen. Die Daten werden im Data Management und in einem PIM-System zentral gepflegt und in die Commerce-Plattform ausgespielt. Ohne strukturierte Datenbasis bleibt ein B2B-Shop wirkungslos.

Brauchen mittelständische Hersteller überhaupt B2B-Commerce?

Für viele Hersteller und Großhändler ist B2B-Commerce heute die Voraussetzung, um im Einkauf ihrer Kunden präsent zu bleiben, weil Beschaffung sich in digitale Kanäle verlagert. Ein B2B-Kanal entlastet zudem den Vertrieb von Standardbestellungen. Ob und in welcher Form er sinnvoll ist, hängt von Sortiment, Kundenstruktur und Digitalisierungsgrad ab.

B2B-Commerce auf einer sauberen Datenbasis aufbauen

Ein tragfähiger B2B-Commerce steht und fällt mit den Produktdaten dahinter. Im Erstgespräch ordnen wir ein, wie weit Ihre Datenbasis und Prozesse für einen digitalen B2B-Kanal bereit sind, und zeigen den sinnvollen nächsten Schritt.

B2B-Commerce: Erstgespräch vereinbaren

Mehr Kontext: B2B-Commerce (Leistung) und Data-Management-Hub

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B2B-Commerce ist bei onacy Teil des Data Managements und der Commerce-Transformation. Diese Seiten vertiefen Architektur, Portale und die Datenbasis dahinter.