Pimcore

Was ist der Pimcore Classification Store?

Der Pimcore Classification Store ist ein Datentyp in Pimcore, mit dem sich beliebig viele Klassifizierungsmerkmale als Key-Value-Attribute strukturiert an Data Objects speichern lassen. Die Merkmale werden in Stores, Gruppen und Sammlungen organisiert und mehrsprachig gepflegt. Damit lassen sich Standards wie ECLASS oder ETIM mit ihren umfangreichen Merkmalslisten sauber in Pimcore abbilden.

Ein einzelnes Produkt kann je nach Warengruppe hunderte technische Merkmale tragen. Diese Merkmale fest als eigene Felder in einer Klasse zu definieren, wäre unpraktikabel. Genau hier setzt der Classification Store an: Er trennt die Merkmalsdefinition von der Klassenstruktur und erlaubt es, Merkmale flexibel zu verwalten, ohne die Data-Object-Klasse jedes Mal zu ändern.

Der Aufbau ist hierarchisch. Ein Store bündelt die Konfiguration voneinander unabhängig. Innerhalb eines Stores fassen Gruppen (Groups) zusammengehörige Merkmale (Keys) zusammen, und Sammlungen (Collections) bündeln wiederum mehrere Gruppen. Am Objekt werden nicht einzelne Keys, sondern ganze Gruppen aktiviert.

Element Rolle im Classification Store Beispiel
Store Eigenständiger Behälter mit eigener Merkmalskonfiguration, unabhängig von anderen Stores Ein Store für ECLASS, ein weiterer für ETIM
Collection Optionaler Behälter, der mehrere Gruppen zu einer Einheit bündelt Sammlung aller Gruppen einer Produktkategorie
Group Fasst zusammengehörige Merkmale zusammen, wird am Objekt aktiviert (setActiveGroups) Gruppe technische Daten oder Abmessungen
Key Einzelnes Merkmal mit definiertem Datentyp, das den eigentlichen Wert aufnimmt Spannung, Gewicht, Material
Wert Der pro Objekt gepflegte Inhalt, optional je Sprache mit Fallback auf default 230 V, 4,2 kg, Edelstahl

Stand: Juli 2026. Struktur und Methoden gemäß Pimcore-Dokumentation (docs.pimcore.com).

Aufbau des Pimcore Classification Store
Aufbau des Pimcore Classification Store Store z. B. ECLASS oder ETIM Collection bündelt mehrere Groups Group wird am Objekt aktiviert Key + Wert Merkmal, mehrsprachig DATA OBJECT Produkt aktiviert Groups

Ein Store enthält Collections, diese enthalten Groups, und Groups bündeln die einzelnen Keys mit ihren Werten. Am Data Object werden ganze Groups aktiviert. Die Zuordnung ist illustrativ.

Wofür wird der Classification Store genutzt?

Der Classification Store kommt immer dann zum Einsatz, wenn Produkte viele variantenreiche technische Merkmale tragen, die nicht in eine feste Feldstruktur passen. Statt jede Warengruppe als eigene Klasse zu modellieren, werden die Merkmale zentral verwaltet und den Objekten über Gruppen zugeordnet. Typische Einsatzfelder:

  • Abbildung von Klassifizierungsstandards wie ECLASS und ETIM samt ihrer Merkmalslisten.
  • Pflege technischer Attribute, die je Warengruppe stark variieren, ohne die Klassenstruktur aufzublähen.
  • Mehrsprachige Merkmalswerte mit definiertem Fallback auf die Standardsprache.
  • Kontrollierte Vererbung von Werten über die Objekthierarchie hinweg.

Weil Merkmale und Klassenstruktur getrennt sind, lassen sich neue Merkmale ergänzen, ohne bestehende Datenmodelle umzubauen. Das reduziert Pflegeaufwand und hält die Produktdaten bei wachsendem Sortiment beherrschbar.

Einordnung

In der Praxis entscheidet der Classification Store darüber, ob ein Hersteller Standards wie ECLASS und ETIM ohne Datenchaos beherrscht. Wer jede Warengruppe als eigene Klasse modelliert, baut sich ein starres Datenmodell, das bei jeder Merkmalsänderung bricht. Wer Merkmale über den Classification Store zentral verwaltet, hält das Datenmodell schlank und kann neue Klassifizierungsanforderungen ohne Umbau bedienen.

Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH

Wie hängt der Classification Store mit Data Objects zusammen?

Der Classification Store ist ein Datentyp, der in einer Pimcore Data Object-Klasse als Feld hinzugefügt wird. Am einzelnen Objekt werden dann nicht einzelne Merkmale, sondern ganze Gruppen aktiviert. Programmatisch geschieht das über Methoden wie setActiveGroups, und die zugeordneten Sammlungen lassen sich über getGroupCollectionMapping abfragen. So bleibt die Klasse übersichtlich, während die Merkmalstiefe im Store liegt.

Für ein sauberes Data Management ist diese Trennung zentral. Die eigentlichen Produktinformationen liegen im Pimcore PIM, die Klassifizierungsmerkmale strukturiert im Classification Store. Als Pimcore Platinum Partner richtet onacy diese Struktur so ein, dass ECLASS und ETIM ohne manuelle Nacharbeit bedient werden.

Classification Store oder feste Felder, was passt für wen?

Nicht jedes Merkmal gehört in den Classification Store. Stammattribute, die jedes Produkt trägt, etwa Name, Artikelnummer oder Preis, sind als feste Felder in der Data-Object-Klasse besser aufgehoben. Der Classification Store spielt seine Stärke dort aus, wo Merkmale je Warengruppe stark schwanken und in großer Zahl auftreten.

Als Faustregel gilt: Was jedes Produkt hat, wird zum festen Feld. Was warengruppenspezifisch und variantenreich ist, wandert in den Classification Store. Viele Hersteller nutzen beides parallel, und genau diese Aufteilung ist der Kern eines belastbaren Pimcore-Datenmodells.

Häufige Fragen zum Pimcore Classification Store

Was ist der Pimcore Classification Store einfach erklärt?

Der Pimcore Classification Store ist ein Datentyp, mit dem sich beliebig viele Klassifizierungsmerkmale als Key-Value-Attribute an Produkte speichern lassen. Die Merkmale sind in Stores, Gruppen und Sammlungen organisiert und lassen sich mehrsprachig pflegen. Am einzelnen Objekt werden ganze Gruppen aktiviert. So bleiben Data-Object-Klassen schlank, auch wenn Produkte hunderte technische Merkmale tragen.

Wozu dient der Classification Store bei ECLASS und ETIM?

ECLASS und ETIM definieren umfangreiche Merkmalslisten je Produktklasse. Der Classification Store bildet diese Merkmale strukturiert in Pimcore ab, ohne dass jede Warengruppe eine eigene Data-Object-Klasse braucht. Merkmale werden zentral als Keys in Gruppen gepflegt und den Produkten zugeordnet. So lassen sich Klassifizierungsstandards konsistent bedienen und bei neuen Releases erweitern.

Was ist der Unterschied zwischen Classification Store und festen Feldern?

Feste Felder gehören in die Data-Object-Klasse und eignen sich für Stammattribute, die jedes Produkt trägt, etwa Name oder Artikelnummer. Der Classification Store trennt die Merkmalsdefinition von der Klassenstruktur und eignet sich für warengruppenspezifische, variantenreiche Merkmale. Neue Merkmale lassen sich ergänzen, ohne das Datenmodell umzubauen. Viele Hersteller nutzen beide Ansätze parallel.

Wie werden Merkmale im Classification Store einem Produkt zugeordnet?

Einzelne Merkmale, sogenannte Keys, werden nicht direkt an ein Objekt gehängt. Stattdessen aktiviert das Produkt ganze Gruppen, in Pimcore über die Methode setActiveGroups. Werte können je Sprache gepflegt werden, mit Fallback auf die Standardsprache, und über die Objekthierarchie vererbt werden. Diese Struktur hält die Pflege bei großem Sortiment beherrschbar.

ECLASS und ETIM sauber in Pimcore abbilden

Ein belastbarer Classification Store steht und fällt mit der Datenstruktur dahinter. Im Produktdaten-Audit prüfen wir, wie sich Ihre Merkmale, Warengruppen und Klassifizierungsstandards in Pimcore modellieren lassen, damit ECLASS und ETIM ohne manuelle Nacharbeit bedient werden.

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