Pimcore

Was ist Pimcore PIM?

Pimcore PIM ist das Product-Information-Management-Modul der Open-Source-Plattform Pimcore. Produktdaten werden als Datenobjekte modelliert, deren Struktur frei definierbare Klassen vorgeben. Merkmale lassen sich im Klassifizierungsspeicher verwalten und über Vererbung im Objektbaum weiterreichen, sodass alle Kanäle aus einer zentralen, konsistenten Datenquelle bedient werden.

Pimcore trennt nicht zwischen PIM und DAM als getrennte Produkte, sondern bildet beide Disziplinen auf einer Plattform ab. Das PIM-Modell beruht auf vier Bausteinen: Datenobjekten und Klassen für die Struktur, dem Klassifizierungsspeicher für flexible Merkmale, der Vererbung für effiziente Pflege und dem Ausspielen über beliebige Channels. So entsteht ein zentraler Single Point of Truth für Produktdaten.

Baustein Funktion im Pimcore PIM Nutzen für Hersteller
Datenobjekte und Klassen Produkte werden als Datenobjekte gespeichert; eine Klasse definiert die Felder von Text bis zu komplexen Relationen. Datenmodell passt sich dem Sortiment an, statt das Sortiment an ein Schema zu zwingen.
Klassifizierungsspeicher Key-Value-ähnlicher Speicher für kategoriespezifische Merkmale, ohne die Klasse zu ändern. Neue Merkmalsgruppen pro Warengruppe ohne Eingriff in das Datenmodell.
Vererbung Kindobjekte erben Werte vom Elternobjekt im Objektbaum; nur Abweichungen werden gepflegt. Weniger Mehrfachpflege bei Varianten, konsistente Stammdaten.
Channels Aufbereitete Daten werden an Shop, Marktplatz, Katalog oder Portal ausgespielt. Eine Datenquelle bedient alle Vertriebskanäle konsistent.

Stand: Juni 2026. Pimcore bildet PIM und DAM seit Plattform-Version 2025.x in der neuen Oberfläche Pimcore Studio ab.

So fließen Produktdaten durch Pimcore PIM
So fließen Produktdaten durch Pimcore PIMDatenobjekte und KlassenKlassifizierungsspeicherVererbung im ObjektbaumSINGLE POINT OF TRUTHPimcore PIMOnline-ShopMarktplatzKatalog / Portal

Klassen, Klassifizierungsspeicher und Vererbung bündeln Produktdaten zentral. Aus dieser Quelle bedient Pimcore beliebige Vertriebskanäle konsistent.

Wie modelliert Pimcore Produktdaten?

Im Pimcore PIM ist jedes Produkt ein Datenobjekt. Welche Felder ein Objekt besitzt, legt seine Klasse fest: von einfachen Textfeldern über Zahlen und Auswahllisten bis zu relationalen Verknüpfungen zu anderen Objekten oder Assets. Anders als bei einem starren Standardschema definiert das Datenmodell sich entlang des realen Sortiments, was gerade bei erklärungsbedürftigen B2B-Produkten den Unterschied macht.

Für kategoriespezifische Merkmale gibt es den Klassifizierungsspeicher. Er funktioniert wie ein Key-Value-Speicher und erlaubt beliebig viele Merkmalsgruppen, ohne dass die Klasse selbst angepasst werden muss. So lassen sich etwa technische Attribute pro Warengruppe pflegen und mit Standards wie ECLASS oder ETIM verknüpfen. Lokalisierung und Vererbung werden dabei unterstützt.

Einordnung

Der Hebel im Pimcore PIM liegt selten in der Software selbst, sondern im Datenmodell. Wer Klassen und Klassifizierungsspeicher von Beginn an entlang der realen Warengruppen aufbaut und Vererbung konsequent nutzt, halbiert später den Pflegeaufwand bei Varianten. Wer das Modell nachlässig aufsetzt, verlagert die Komplexität nur in die tägliche Pflege.

Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH

Was bringt Vererbung im Objektbaum?

Vererbung ist eines der wichtigsten Merkmale für die PIM-Praxis. Objekte derselben Klasse können Werte von ihrem Elternobjekt im Objektbaum erben. Ein typischer Fall: Ein Elternprodukt trägt alle gemeinsamen Attribute, die Varianten darunter pflegen nur noch die Abweichungen und erben den Rest. Das reduziert Mehrfachpflege erheblich und hält Stammdaten konsistent.

Vererbung muss in der Klassendefinition aktiviert sein und greift nur, wenn Eltern- und Kindobjekt dieselbe Klasse haben. Richtig eingesetzt sinkt der manuelle Aufwand bei großen, variantenreichen Sortimenten deutlich, weil Änderungen an gemeinsamen Attributen an einer Stelle gepflegt und automatisch weitergereicht werden.

Wie hängt Pimcore PIM mit Data Management zusammen?

Ein PIM ist nur ein Baustein im übergeordneten Data Management. Pimcore PIM verwaltet die Produktdaten, doch der Wert entsteht erst im Zusammenspiel mit sauberen Stammdaten, Klassifizierung und der Anbindung an Shop und ERP. Genau hier setzt onacy als Pimcore Platinum Partner an: das Datenmodell so aufbauen, dass Pflege, Qualität und Ausspielung ineinandergreifen.

Ohne strukturiertes Data Management bleibt auch das beste PIM-Werkzeug Stückwerk. Erst wenn Merkmale, Einheiten und Werte standardisiert sind, lassen sich Channels automatisiert und fehlerarm bedienen. Pimcore PIM liefert dafür die technische Grundlage, das Data-Management-Konzept liefert die Ordnung dahinter.

Häufige Fragen zu Pimcore PIM

Was ist Pimcore PIM einfach erklärt?

Pimcore PIM ist das Product-Information-Management-Modul der Open-Source-Plattform Pimcore. Produktdaten werden als Datenobjekte gespeichert, deren Struktur eine frei definierbare Klasse vorgibt. Merkmale verwaltet der Klassifizierungsspeicher, Vererbung reicht Werte im Objektbaum weiter. Aus dieser zentralen Quelle bedient Pimcore Shop, Marktplatz und Katalog konsistent.

Was sind Datenobjekte und Klassen in Pimcore?

In Pimcore ist jedes Produkt ein Datenobjekt. Die zugehörige Klasse definiert, welche Felder es besitzt, von Text und Zahlen über Auswahllisten bis zu Relationen auf andere Objekte oder Assets. Dadurch passt sich das Datenmodell dem realen Sortiment an, statt es in ein starres Standardschema zu zwingen.

Wofür dient der Klassifizierungsspeicher?

Der Klassifizierungsspeicher ist ein Key-Value-ähnlicher Speicher für kategoriespezifische Merkmale. Er erlaubt beliebig viele Merkmalsgruppen pro Warengruppe, ohne die Klasse selbst zu ändern. Lokalisierung und Vererbung werden unterstützt. So lassen sich technische Attribute flexibel pflegen und mit Standards wie ECLASS oder ETIM verknüpfen.

Wie funktioniert Vererbung im Pimcore PIM?

Objekte derselben Klasse erben Werte vom Elternobjekt im Objektbaum. Ein Elternprodukt trägt die gemeinsamen Attribute, die Varianten pflegen nur die Abweichungen und erben den Rest. Vererbung muss in der Klassendefinition aktiviert sein und greift nur bei gleicher Klasse. Das reduziert Mehrfachpflege und hält Stammdaten konsistent.

Pimcore PIM richtig aufsetzen, statt nur einführen

Der Wert eines Pimcore PIM entscheidet sich am Datenmodell. Im Erstgespräch klären wir, wie Klassen, Klassifizierungsspeicher und Vererbung zu Ihrem Sortiment passen, und wo der größte Hebel für konsistente Produktdaten liegt.

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