Pimcore
Was sind Pimcore Data Objects und Klassen?
Pimcore Data Objects sind strukturierte Datensätze, mit denen sich beliebige Geschäftsobjekte abbilden lassen, von Produkten und Kategorien über Kunden und Lieferanten bis zu fachlichen Stammdaten. Jedes Datenobjekt ist eine Instanz einer Klasse. Die Klassen-Definition legt im grafischen Klassen-Editor fest, welche Felder, Datentypen und Strukturen ein Objekt besitzt. So entsteht das individuelle Datenmodell einer Pimcore-Installation.
Anders als bei starren Standardsystemen wird das Datenmodell in Pimcore nicht vorgegeben, sondern selbst definiert. Im Klassen-Editor legen Entwickler und Datenverantwortliche fest, welche Attribute eine Klasse hat, etwa Text, Zahl, Auswahl, Datum, Bildreferenz oder Relation zu anderen Objekten. Komplexere Bausteine wie Field Collections, Object Bricks und der Classification Store erweitern dieses Modell, ohne die Grundstruktur aufzublähen.
| Baustein | Was es ist | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Klassen-Definition | Bauplan eines Objekttyps mit Feldern, Datentypen und Layout | Grundstruktur für Produkt, Kategorie, Hersteller |
| Datenobjekt | Konkrete Instanz einer Klasse mit eigenen Feldwerten | Ein einzelnes Produkt, eine einzelne Kategorie |
| Field Collection | Vordefinierter Feld-Satz, beliebig oft pro Objekt hinzufügbar | Wiederkehrende Datenblöcke in variabler Anzahl |
| Object Brick | Erweiterungs-Baustein, je Typ nur einmal pro Objekt, mit Feld-Vererbung | Kategoriespezifische Zusatzattribute bei überschaubarer Kategorienzahl |
| Classification Store | Key-Value-Speicher für beliebig viele Attribute, nach Gruppen organisiert | Sehr viele Kategorien mit vielen Merkmalen (Faustregel ab rund 30) |
Stand: Juni 2026. Bausteine und Verhalten gemäß Pimcore-Plattform-Dokumentation (docs.pimcore.com).
Die Klassen-Definition legt Felder und Struktur fest. Jedes Datenobjekt ist eine Instanz mit eigenen Werten. Die Werte im Beispiel sind illustrativ.
Wie unterscheiden sich Klasse und Datenobjekt?
Die Klasse ist der Bauplan, das Datenobjekt die konkrete Ausprägung. Eine Klasse „Produkt“ definiert einmalig, dass es die Felder Name, Artikelnummer, Preis und Beschreibung gibt. Jedes einzelne Produkt ist dann ein Datenobjekt dieser Klasse mit eigenen Werten in diesen Feldern. Wer das Modell ändert, etwa ein Feld ergänzt, ändert die Klasse, und die Änderung wirkt auf alle zugehörigen Objekte.
Die Felder einer Klasse werden im grafischen Klassen-Editor zusammengestellt. Pimcore bietet dafür zahlreiche Datentypen:
- Einfache Typen wie Eingabefeld, Textbereich, Zahl, Auswahl, Mehrfachauswahl, Datum und Checkbox.
- Relationen, die ein Objekt mit anderen Objekten, Dokumenten oder Assets verknüpfen.
- Strukturierende Bausteine wie Field Collections, Object Bricks und der Classification Store.
- Layout-Elemente wie Panels, Tabs und Regionen, die nur die Darstellung im Editor ordnen.
Dadurch lässt sich nahezu jede Datenstruktur abbilden, vom einfachen Stammdatensatz bis zum komplexen Produktmodell mit verschachtelten Blöcken.
Einordnung
Der Wert von Pimcore entscheidet sich am Datenmodell, nicht am Tool. Wer Klassen, Bricks und Classification Store sauber auf die eigenen Datenstrukturen zuschneidet, ob Produkte, Stammdaten oder andere Geschäftsobjekte, bekommt ein Modell, das mitwächst. Wer die Struktur dem Standard überlässt, kämpft später mit Workarounds. Genau deshalb beginnt jedes gute Pimcore-Projekt mit der Modellierung, nicht mit der Installation.
Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH
Wann nutzt man Object Bricks, Field Collections oder Classification Store?
Alle drei Bausteine erweitern das Datenmodell, haben aber unterschiedliche Stärken. Field Collections eignen sich, wenn ein Datenblock in beliebiger Anzahl pro Objekt vorkommt, etwa mehrere technische Datenblätter zu einem Produkt. Object Bricks kommen je Typ nur einmal pro Objekt vor und unterstützen Vererbung auf Feldebene, ideal für kategoriespezifische Zusatzfelder bei einer überschaubaren Zahl von Kategorien.
Der Classification Store ist ein Key-Value-Speicher für beliebig viele Attribute, organisiert in Gruppen und Sammlungen. Die Pimcore-Dokumentation empfiehlt ihn, sobald viele Kategorien mit vielen Merkmalen zusammenkommen, als Faustregel ab rund 30 Kategorien. Genau hier liegt die Brücke zur Datenmodellierung: Die richtige Wahl zwischen diesen Bausteinen entscheidet, ob ein Modell über Jahre pflegbar bleibt.
Wie hängen Data Objects mit PIM, MDM und Data Management zusammen?
Data Objects sind das technische Fundament jeder Pimcore-Anwendung, nicht nur eines PIM. Produkte, Varianten und Kategorien lassen sich ebenso als Datenobjekte modellieren wie Kunden, Lieferanten oder andere Stammdaten, über Relationen verknüpfen und über den Classification Store mit Merkmalen anreichern. Erst dieses Modell macht aus einer leeren Pimcore-Installation eine nutzbare Datenplattform, etwa ein Produktinformationssystem oder ein Stammdaten-Repository.
Aus Sicht des Data Managements ist die Klassen-Definition der Ort, an dem Datenqualität entsteht oder verloren geht. Klar definierte Felder, Pflichtangaben und Relationen verhindern Wildwuchs. Als Pimcore Platinum Partner setzt onacy genau hier an: das Datenmodell so aufbauen, dass es zum Sortiment passt und ohne ständige Nacharbeit konsistent bleibt.
Häufige Fragen zu Pimcore Data Objects und Klassen
Was ist ein Pimcore Data Object?
Ein Pimcore Data Object ist ein strukturierter Datensatz, der ein Produkt, eine Kategorie oder ein beliebiges Geschäftsobjekt abbildet. Jedes Datenobjekt ist eine Instanz einer Klasse und besitzt eigene Werte in den Feldern, die diese Klasse definiert. Data Objects bilden das Fundament für Produktinformationsmanagement, Stammdatenmanagement und Data Management in Pimcore.
Was ist der Unterschied zwischen Klasse und Datenobjekt in Pimcore?
Die Klasse ist der Bauplan, das Datenobjekt die konkrete Instanz. Eine Klasse legt im Klassen-Editor fest, welche Felder und Datentypen ein Objekt hat. Jedes Datenobjekt füllt diese Felder mit eigenen Werten. Aendert man die Klasse, wirkt die Änderung auf alle zugehörigen Datenobjekte. So entsteht ein konsistentes, individuelles Datenmodell.
Wann verwende ich Object Bricks statt Classification Store?
Object Bricks eignen sich bei einer überschaubaren Zahl von Kategorien mit jeweils eigenen Zusatzfeldern und unterstützen Vererbung auf Feldebene. Der Classification Store ist ein Key-Value-Speicher für beliebig viele Attribute und wird laut Pimcore-Dokumentation empfohlen, sobald viele Kategorien mit vielen Merkmalen zusammenkommen, als Faustregel ab rund 30 Kategorien.
Welche Feldtypen gibt es in einer Pimcore-Klasse?
Pimcore bietet einfache Typen wie Eingabefeld, Textbereich, Zahl, Auswahl, Mehrfachauswahl, Datum und Checkbox. Hinzu kommen Relationen zu anderen Objekten, Dokumenten oder Assets sowie strukturierende Bausteine wie Field Collections, Object Bricks und der Classification Store. Layout-Elemente wie Tabs und Panels ordnen die Darstellung im Klassen-Editor.
Datenmodell vor Tool: Pimcore richtig aufsetzen
Der Wert eines Pimcore-Projekts entscheidet sich am Datenmodell. Im Erstgespräch klären wir, wie Klassen, Bricks und Classification Store zu Ihren Datenstrukturen passen und wo der größte Hebel für konsistente Daten liegt.
Mehr Kontext: Pimcore-Beratung und Data-Management-Hub
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