Pimcore

Was ist die Pimcore Workflow Engine?

Die Pimcore Workflow Engine ist das Werkzeug für Prozess-, Status- und Freigabe-Management in Pimcore. Sie basiert auf der Symfony-Workflow-Komponente und erweitert sie um Pimcore-spezifische Funktionen. Ein Workflow wird über Places (Status) und Transitions (Übergänge) definiert. Der aktuelle Status jedes Objekts wird im Marking Store festgehalten, sodass sich Redaktions- und Freigabeprozesse strukturiert abbilden lassen.

Ein Place beschreibt einen Schritt oder Zustand eines Elements, etwa „in Bearbeitung“, „Attribute definiert“ oder „freigegeben“. Eine Transition beschreibt den Übergang von einem Status in einen anderen. Übergänge können durch zusätzliche Bedingungen, sogenannte Transition Guards, erlaubt oder blockiert werden und vom Nutzer eine Notiz oder Angabe verlangen. Der Marking Store speichert den aktuellen Status je Element.

Begriff Bedeutung in der Pimcore Workflow Engine
Place Ein Status oder Schritt eines Elements, zum Beispiel Entwurf oder freigegeben
Transition Ein erlaubter Übergang von einem Status in einen anderen
Transition Guard Bedingung, die einen Übergang erlaubt oder blockiert (etwa Rechte oder Pflichtangaben)
Marking Store Speicher für den aktuellen Status je Element, Standard in der Tabelle element_workflow_state
Workflow-Typ workflow Erlaubt mehrere gleichzeitige Status (Workflow-Netz, Teilmenge eines Petri-Netzes)
Workflow-Typ state_machine Hält genau einen Status zur Zeit, kann nicht in mehreren Places zugleich sein

Stand: Juni 2026. Begriffe und Verhalten gemäß Pimcore-Plattform-Dokumentation (docs.pimcore.com), basierend auf der Symfony-Workflow-Komponente.

Places und Transitions in der Pimcore Workflow Engine
Schema eines Pimcore-Workflows mit den Status Entwurf, In Prüfung und Freigegeben sowie den Übergängen einreichen, freigeben und zurückweisenEntwurfIn PrüfungFreigegebeneinreichenfreigebenzurückweisenPlaces (Status)Schritte im WorkflowTransitions (Übergänge)Aktionen zwischen den Status, optional mit Guards

Places sind Status, Transitions die erlaubten Übergänge. Der Marking Store hält den aktuellen Status je Objekt fest. Die Werte im Beispiel sind illustrativ.

Wie ist die Pimcore Workflow Engine aufgebaut?

Die Pimcore Workflow Engine baut auf der Symfony-Workflow-Komponente auf. Wer ihre Grundbegriffe kennt, versteht auch die Pimcore-Variante. Ein Workflow besteht im Kern aus drei Bausteinen:

  • Places: die möglichen Status eines Objekts, etwa Entwurf, in Prüfung, freigegeben.
  • Transitions: die erlaubten Übergänge zwischen Status, etwa einreichen, freigeben, zurückweisen.
  • Marking Store: die Stelle, an der der aktuelle Status je Objekt festgehalten wird.

Pimcore unterscheidet zwei Workflow-Typen. Der Typ workflow modelliert ein Workflow-Netz, eine Teilmenge eines Petri-Netzes, und erlaubt mehrere gleichzeitige Status für ein Element. Der Typ state_machine ist restriktiver: Ein Element kann immer nur in genau einem Status sein. Der Standard-Marking-Store speichert den Status in der Tabelle element_workflow_state, alternativ lässt er sich in einem Attribut des Objekts selbst ablegen.

Einordnung

Workflows sind der Punkt, an dem Pimcore von der reinen Datenablage zum Arbeitswerkzeug wird, egal ob für Produktdaten, Stammdaten oder redaktionelle Inhalte. Wer Status und Freigaben sauber definiert, macht Verantwortlichkeiten sichtbar und verhindert, dass unfertige Daten live gehen. Wichtig ist, den Prozess auf das Nötige zu beschränken: zu viele Status bremsen, zu wenige geben keine Kontrolle. Die richtige Granularität entscheidet über den Nutzen.

Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH

Wofür nutzt man Workflows für Status und Freigabe?

Workflows lassen sich auf jeden Objekttyp in Pimcore anwenden, von Produktdaten über Stammdaten bis zu redaktionellen Inhalten. Der häufigste Einsatz ist das Redaktions- und Freigabe-Management: Ein Objekt durchläuft definierte Status, bevor es veröffentlicht wird, vom Entwurf über die Prüfung bis zur Freigabe. Das Vier-Augen-Prinzip bei der Produktdatenfreigabe ist dafür ein typisches Beispiel. Jeder Übergang kann an Bedingungen geknüpft sein. So stellt ein Transition Guard etwa sicher, dass nur berechtigte Personen freigeben oder dass Pflichtfelder gefüllt sind, bevor der nächste Status erreicht wird.

Typische Anwendungsfälle:

  • Vier-Augen-Prinzip bei der Produktdatenfreigabe.
  • Übersetzungs- und Lokalisierungsprozesse mit eigenen Status je Sprache.
  • Onboarding neuer Artikel mit klar definierten Pflicht-Stufen.
  • Verknüpfung von Status-Übergängen mit Aktionen wie Benachrichtigungen.

Weil der aktuelle Status im Marking Store festgehalten wird, ist jederzeit nachvollziehbar, wo ein Objekt im Prozess steht.

Wie passt die Workflow Engine zu PIM und Data Management?

In einem Pimcore PIM ist die Workflow Engine das Bindeglied zwischen Datenqualität und Organisation, und dasselbe gilt für Stammdaten oder Inhalte in anderen Pimcore-Anwendungen. Sie sorgt dafür, dass Datenobjekte nicht unkontrolliert veröffentlicht werden, sondern definierte Freigabestufen durchlaufen. So bleibt nachvollziehbar, wer welche Daten wann freigegeben hat.

Aus Sicht des Data Managements ist das ein Governance-Werkzeug: Prozesse werden verbindlich, Verantwortlichkeiten klar. Als Pimcore Platinum Partner richtet onacy Workflows so ein, dass sie zu den realen Freigabeprozessen im Unternehmen passen, nicht zu kompliziert und nicht zu lasch. Den passenden Rahmen liefert die Pimcore-Beratung.

Häufige Fragen zur Pimcore Workflow Engine

Was ist die Pimcore Workflow Engine einfach erklärt?

Die Pimcore Workflow Engine ist das Werkzeug für Prozess-, Status- und Freigabe-Management in Pimcore. Sie basiert auf der Symfony-Workflow-Komponente. Ein Workflow definiert Status (Places) und erlaubte Übergänge (Transitions). Der aktuelle Status jedes Objekts wird im Marking Store festgehalten. So lassen sich Redaktions- und Freigabeprozesse für Produktdaten strukturiert abbilden.

Worauf basiert die Pimcore Workflow Engine?

Die Pimcore Workflow Engine basiert auf der Symfony-Workflow-Komponente und erweitert sie um Pimcore-spezifische Funktionen. Es lohnt sich, die Grundbegriffe der Symfony-Komponente zu kennen, bevor man Pimcore-Workflows einrichtet. Pimcore unterscheidet dabei zwei Typen: den Typ workflow mit mehreren gleichzeitigen Status und die state_machine mit genau einem Status zur Zeit.

Was sind Places und Transitions in einem Pimcore-Workflow?

Ein Place ist ein Status oder Schritt eines Elements, zum Beispiel Entwurf, in Prüfung oder freigegeben. Eine Transition ist der erlaubte Übergang von einem Status in einen anderen, etwa einreichen oder freigeben. Transitions können durch Guards an Bedingungen geknüpft sein und vom Nutzer eine Notiz verlangen. Der Marking Store speichert, in welchem Status ein Objekt aktuell ist.

Wofür wird die Workflow Engine in einem PIM genutzt?

Im PIM steuert die Workflow Engine vor allem Freigabeprozesse für Produktdaten. Ein Produkt durchläuft definierte Status vom Entwurf bis zur Freigabe, oft im Vier-Augen-Prinzip. Transition Guards stellen sicher, dass nur Berechtigte freigeben oder Pflichtfelder gefüllt sind. So gehen keine unfertigen Daten live, und es bleibt nachvollziehbar, wer wann freigegeben hat.

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