Data Management

Was ist BMEcat?

BMEcat ist ein XML-basiertes Standardformat für den Austausch elektronischer Produktkataloge im B2B-Bereich. Eine BMEcat-Datei bündelt Produktdaten, Texte, Preise, Logistikangaben und eine Klassifizierung wie ECLASS oder ETIM und überträgt sie standardisiert vom Lieferanten an Shop, ERP oder Beschaffungssystem des Kunden. Initiiert wurde BMEcat vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME).

BMEcat ist ein Transportformat für Kataloge, nicht ein Klassifizierungssystem. Es legt fest, in welcher XML-Struktur Produktinformationen übergeben werden, und transportiert dabei die Klassifizierung als Inhalt mit. Entwickelt wurde BMEcat auf Initiative des BME gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut und der Universität Duisburg-Essen. Verbreitete Versionen sind BMEcat 1.2 und BMEcat 2005, das unter anderem mehrsprachige Inhalte, komplexe Preise und konfigurierbare Produkte unterstützt.

Kriterium BMEcat ECLASS
Funktion Transportformat für Produktkataloge (das Wie) Klassifizierungsstandard für Produkte (das Was)
Technische Basis XML-Struktur für Katalogkopf, Produkte, Preise Hierarchischer Klassifizierungscode mit Merkmalen
Inhalt Bündelt Produktdaten und transportiert eine Klassifizierung mit Wird als Inhalt innerhalb eines BMEcat-Katalogs genutzt
Herausgeber BME e.V. mit Fraunhofer IAO und Universität Duisburg-Essen ECLASS e.V. (Köln)
Versionen Verbreitet sind 1.2 und 2005 Aktuelles Release 16.0 (November 2025)

Stand: Juni 2026. BMEcat ist ein Transportformat und ersetzt keine Klassifizierung; ECLASS und ETIM werden innerhalb eines BMEcat-Katalogs transportiert.

Aufbau einer BMEcat-Datei
Aufbau einer BMEcat-Datei BMEcat XML-DATEI Katalogkopf (HEADER) Produktdaten und Texte Preise und Logistik Klassifizierung (ECLASS/ETIM) EMPFAENGER Shop, ERP, Beschaffung Transport

Eine BMEcat-Datei bündelt Katalogkopf, Produktdaten, Preise und eine Klassifizierung in einer XML-Struktur und überträgt sie an Shop, ERP oder Beschaffungssystem des Kunden. Der Aufbau ist vereinfacht dargestellt.

Wofür wird BMEcat in der B2B-Beschaffung genutzt?

BMEcat standardisiert den Austausch ganzer Produktkataloge zwischen Lieferant und Kunde. Statt Preislisten und Datenblätter manuell zu übergeben, liefert der Hersteller einen strukturierten Katalog, den das System des Kunden direkt einlesen kann. Typische Einsatzfelder:

  • Übergabe vollständiger Lieferantenkataloge an Beschaffungssysteme und Marktplätze.
  • Statischer Katalog-Import als Alternative zum Live-Punch-Out über OCI.
  • Transport mehrsprachiger Produktinhalte, Preise und Logistikdaten (vor allem mit BMEcat 2005).
  • Mitlieferung der Klassifizierung nach ECLASS oder ETIM innerhalb des Katalogs.

Für mittelständische Hersteller ist ein sauberer BMEcat-Export oft die Voraussetzung, um bei großen Handels- und Industriekunden gelistet zu werden, da diese Kataloge in genau diesem Format anfordern.

Einordnung

In der Praxis scheitern BMEcat-Exporte selten am Format selbst, sondern an den Daten dahinter: fehlende Einheiten, uneinheitliche Preise oder eine lückenhafte Klassifizierung. Wer den Katalog aus einem gepflegten PIM heraus erzeugt statt jede Kundenanforderung in einer Tabelle nachzubauen, spart bei jedem neuen Kunden Tage an Arbeit. BMEcat ist dabei nur der letzte Schritt, die eigentliche Arbeit liegt in der Datenbasis.

Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH

Wie hängen BMEcat und PIM zusammen?

BMEcat ist das Ausgabeformat, ein PIM-System (Product Information Management) ist das System, in dem die Produktdaten gepflegt werden. In der Praxis greifen beide ineinander: Das PIM hält Produkttexte, Preise, Medien und die Klassifizierung zentral vor und erzeugt daraus auf Knopfdruck einen BMEcat-Katalog in der vom Kunden gewünschten Version.

Ohne sauber gepflegtes Data Management bleibt jeder BMEcat-Export Stückwerk. Erst wenn Merkmale, Einheiten, Preise und Klassifizierung im PIM standardisiert sind, lassen sich Kataloge automatisiert und fehlerarm erzeugen. Genau hier setzt onacy als Pimcore Platinum Partner an: Produktdaten so strukturieren, dass Formate wie BMEcat ohne manuelle Nacharbeit bedient werden.

BMEcat oder ECLASS, wo ist der Unterschied?

BMEcat und ECLASS werden oft verwechselt, lösen aber unterschiedliche Aufgaben. BMEcat ist ein Transportformat: Es legt fest, in welcher XML-Struktur ein Katalog übergeben wird. ECLASS ist ein Klassifizierungsstandard: Er ordnet jedes Produkt einem eindeutigen Code mit Merkmalen zu. BMEcat beantwortet das Wie der Übergabe, ECLASS das Was der Einordnung.

In der Praxis arbeiten beide zusammen: Ein BMEcat-Katalog transportiert die Produktdaten und enthält dabei die ECLASS- oder ETIM-Klassifizierung als Inhalt. Ein Katalog ohne saubere Klassifizierung ist für Einkäufer schwer durchsuchbar, eine Klassifizierung ohne Transportformat erreicht den Kunden nicht. Erst beides zusammen ergibt einen Katalog, der im Beschaffungsprozess funktioniert.

Häufige Fragen zu BMEcat

Was ist BMEcat einfach erklärt?

BMEcat ist ein XML-basiertes Standardformat für den Austausch elektronischer Produktkataloge im B2B-Bereich. Eine BMEcat-Datei bündelt Produktdaten, Texte, Preise, Logistikangaben und eine Klassifizierung wie ECLASS oder ETIM und überträgt sie an Shop, ERP oder Beschaffungssystem des Kunden. Initiiert wurde der Standard vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME).

Was ist der Unterschied zwischen BMEcat und ECLASS?

BMEcat ist ein Transportformat und legt fest, in welcher XML-Struktur ein Produktkatalog übergeben wird. ECLASS ist ein Klassifizierungsstandard und ordnet jedes Produkt einem eindeutigen Code mit Merkmalen zu. BMEcat beantwortet das Wie der Übergabe, ECLASS das Was der Einordnung. In der Praxis transportiert ein BMEcat-Katalog die ECLASS- oder ETIM-Klassifizierung als Inhalt mit.

Welche BMEcat-Versionen gibt es?

Verbreitet sind vor allem BMEcat 1.2 und BMEcat 2005. BMEcat 2005 erweitert das Format unter anderem um dynamische Preiskomponenten, zusätzliche Logistikinformationen, konfigurierbare Produkte und mehrsprachige Inhalte. Welche Version genutzt wird, geben in der Regel die anfordernden Handels- und Industriekunden vor. Ein gut gepflegtes PIM kann mehrere Versionen aus derselben Datenbasis erzeugen.

Warum brauchen Hersteller BMEcat in ihrem PIM?

Große Handels- und Industriekunden fordern Produktkataloge häufig im BMEcat-Format an. Ein PIM-System pflegt Texte, Preise, Medien und Klassifizierung zentral und erzeugt daraus automatisiert einen BMEcat-Katalog in der gewünschten Version. So lassen sich Kataloge fehlerarm und ohne manuelle Tabellenarbeit ausliefern. Ohne strukturiertes Data Management bleibt der Export aufwendig und fehleranfällig.

BMEcat-Kataloge aus einer sauberen Datenbasis

Ein BMEcat-Export ist nur so gut wie die Produktdaten dahinter. Im Daten- und Integrations-Audit prüfen wir, wie weit Ihre Texte, Einheiten, Preise und Klassifizierung katalogfähig sind, und zeigen den Weg zu Katalogen, die Ihre großen Kunden ohne Nacharbeit einlesen.

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BMEcat ist Teil des Data Managements bei onacy. Diese Seiten vertiefen, wie Katalogformate, Klassifizierung und Produktdaten im Mittelstand zusammenspielen.