Shopware
Shopware Versandarten
Versandarten sind in Shopware 6 die konfigurierbaren Liefermethoden, die einem Kunden im Checkout zur Auswahl stehen. Jede Versandart legt fest, wie die Versandkosten berechnet werden (gewichts-, preis- oder mengenbasiert), welche Steuerlogik gilt und in welchem Verkaufskanal (Sales Channel) sie verfügbar ist. Verfügbarkeit und Preisstaffeln lassen sich über den Rule Builder an Bedingungen knüpfen.
Angelegt werden Versandarten in der Administration unter Einstellungen > Shop > Versandarten. Damit eine Versandart im Checkout erscheint, muss sie dem jeweiligen Verkaufskanal zugewiesen und dort als verfügbar markiert sein. Über den Rule Builder steuern Händler, wann eine Versandart überhaupt angeboten wird und welche Preisstaffel greift, etwa abhängig von Warenkorbwert, Gewicht, Land oder Kundengruppe.
| Kriterium | Beschreibung in Shopware 6 | Praxis-Hinweis |
|---|---|---|
| Preisberechnung | Wählbar zwischen Warenkorbwert, Gewicht oder Artikelanzahl als Grundlage der Preismatrix | Gewichtsbasiert nur sinnvoll, wenn Produktgewichte gepflegt sind |
| Preismatrix | Staffelpreise je Eigenschaft, zusätzlich individuelle Matrizen über den Rule Builder | Mehrere Matrizen mit eigenen Regeln pro Versandart möglich |
| Verfügbarkeit | Regelbasiert über den Rule Builder, etwa nach Land, Kundengruppe oder Warenkorb | Steuert, ob eine Versandart im Checkout erscheint |
| Verkaufskanal | Zuweisung je Sales Channel, inklusive Festlegung einer Standard-Versandart | Eine Versandart muss dem Kanal zugewiesen sein, sonst nicht wählbar |
| Steuer | Berechnung wählbar: automatisch (anteilig), höchster Satz oder fixer Satz | Automatische Berechnung bei gemischten Steuersätzen im Warenkorb |
Stand: August 2026. Angaben beziehen sich auf Shopware 6 (Standardfunktionen ohne Erweiterungen).
Nur wenn Zuweisung und Verfuegbarkeitsregel erfuellt sind, erscheint die Versandart im Checkout. Die Reihenfolge ist illustrativ vereinfacht.
Wie berechnet Shopware Versandkosten?
Die Versandkosten entstehen in Shopware 6 aus einer Preismatrix je Versandart. Als Grundlage der Staffelung lässt sich Warenkorbwert, Gewicht oder Artikelanzahl wählen. Für jede Stufe (etwa 0 bis 5 kg, 5 bis 10 kg) hinterlegt der Händler einen Preis. So bilden sich gewichts- oder preisbasierte Staffeln realistisch ab.
- Gewichtsbasiert: Preis steigt mit dem Gesamtgewicht des Warenkorbs, setzt gepflegte Produktgewichte voraus.
- Preisbasiert: Staffelung nach Warenkorbwert, etwa versandkostenfrei ab einem Schwellenwert.
- Mengenbasiert: Berechnung nach Anzahl der Artikel im Warenkorb.
- Regelbasiert: individuelle Matrizen über den Rule Builder, etwa je Land oder Kundengruppe.
Über den Rule Builder lassen sich mehrere Preismatrizen an eine Versandart hängen, jede mit eigener Bedingung. So kann dieselbe Versandart im Inland anders bepreist sein als im Ausland.
Wie hängen Versandarten und Verkaufskanäle zusammen?
Eine Versandart wird erst dann im Checkout angeboten, wenn sie dem jeweiligen Verkaufskanal (Sales Channel) zugewiesen ist. In den Kanaleinstellungen legen Händler fest, welche Versandarten verfügbar sind und welche als Standard vorausgewählt wird. Betreibt ein Unternehmen mehrere Kanäle (etwa B2C-Shop und B2B-Portal), kann jeder Kanal eigene Versandarten und Preisstaffeln haben.
Ergänzend steuert der Rule Builder die Verfügbarkeit: Eine Versandart erscheint nur, wenn ihre hinterlegte Regel erfüllt ist. Damit lassen sich Sperrgut, Speditionsversand oder Expressoptionen gezielt an Land, Gewicht oder Kundengruppe koppeln, ohne für jeden Fall einen eigenen Kanal aufzusetzen.
Einordnung
In der Praxis scheitert eine saubere Versandkostenlogik selten an Shopware selbst, sondern an fehlenden Produktdaten: Ohne gepflegte Gewichte und Versandattribute laufen gewichtsbasierte Staffeln ins Leere und der Checkout rechnet falsch. Wer Versandarten von Anfang an mit dem Rule Builder und einer sauberen Datenbasis denkt, spart sich spätere Korrekturen und unzufriedene Kunden.
Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH
Wo Versandarten im Mittelstand komplex werden
Bei überschaubaren Sortimenten reichen die Standard-Versandarten aus. Sobald aber viele Varianten, unterschiedliche Gewichte, Sperrgut oder internationale Kanäle zusammenkommen, hängt eine saubere Versandkostenlogik direkt an der Datenqualität. Fehlen gepflegte Produktgewichte oder Versandattribute, greifen gewichtsbasierte Staffeln ins Leere und es drohen Fehlberechnungen im Checkout.
Genau hier verbindet sich das Thema mit dem Data Management: Erst wenn Gewichte, Maße und Versandattribute im PIM konsistent gepflegt sind, lassen sich Versandarten und Preismatrizen zuverlässig automatisieren. onacy setzt Shopware-Projekte so auf, dass Versandlogik und Produktdaten zusammenpassen.
Häufige Fragen zu Shopware Versandarten
Was sind Versandarten in Shopware?
Versandarten sind in Shopware 6 die Liefermethoden, die dem Kunden im Checkout zur Auswahl stehen. Jede Versandart legt fest, wie die Versandkosten berechnet werden, welche Steuerlogik gilt und in welchem Verkaufskanal sie verfügbar ist. Angelegt werden sie unter Einstellungen > Shop > Versandarten. Über den Rule Builder lässt sich zudem die Verfügbarkeit an Bedingungen wie Land oder Kundengruppe knüpfen.
Wie werden Versandkosten in Shopware berechnet?
Shopware 6 berechnet Versandkosten über eine Preismatrix je Versandart. Als Grundlage der Staffelung lässt sich Warenkorbwert, Gewicht oder Artikelanzahl wählen. Für jede Stufe hinterlegt der Händler einen Preis. Über den Rule Builder können mehrere Preismatrizen mit eigenen Bedingungen an eine Versandart gehängt werden, etwa unterschiedliche Preise für In- und Ausland.
Kann jeder Verkaufskanal eigene Versandarten haben?
Ja. Versandarten werden je Verkaufskanal zugewiesen, und jeder Kanal kann eine eigene Auswahl samt Standard-Versandart haben. Damit eine Versandart im Checkout erscheint, muss sie dem jeweiligen Kanal zugewiesen sein. So lassen sich etwa ein B2C-Shop und ein B2B-Portal mit unterschiedlichen Liefermethoden und Preisstaffeln betreiben.
Was hat der Rule Builder mit Versandarten zu tun?
Der Rule Builder steuert bei Versandarten zwei Dinge: die Verfügbarkeit und die Preisstaffeln. Eine Versandart erscheint nur, wenn ihre hinterlegte Regel erfüllt ist, etwa ein bestimmtes Land oder eine Kundengruppe. Zusätzlich lassen sich individuelle Preismatrizen an Bedingungen knüpfen. So werden Sperrgut, Express oder Speditionsversand gezielt ausgesteuert.
Versandlogik, die zu Ihren Produktdaten passt
Gewichtsbasierte Staffeln und regelbasierte Versandarten funktionieren nur mit sauberen Produktdaten. Im Erstgespräch schauen wir, wie Ihre Versandlogik und Ihre Datenbasis zusammenpassen, und zeigen den Weg zu einem Checkout ohne Fehlberechnungen.
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