Shopware
Shopware Mehrsprachigkeit
Mehrsprachigkeit bezeichnet in Shopware 6 die Fähigkeit, denselben Shop in mehreren Sprachen zu betreiben. Sprachen werden systemweit angelegt und dann je Verkaufskanal (Sales Channel) und Domain zugewiesen. Produktdaten, Kategorien und Inhalte werden pro Sprache übersetzt, Oberflächentexte über Snippets. So kann ein Unternehmen internationale Storefronts aus einem System heraus bedienen.
Die Systemstandardsprache wird bei der Installation festgelegt und ist danach nicht mehr änderbar. Weitere Sprachen legen Händler in der Administration an, jeweils mit Locale und ISO-Code (etwa de-DE oder en-GB). Neue Sprachen können von einer bestehenden Sprache erben, sodass nicht übersetzte Inhalte auf die Ausgangssprache zurückfallen. Mehrstufige Vererbung ist dabei nicht möglich.
| Ebene | Was übersetzt wird | Hinweis in Shopware 6 |
|---|---|---|
| Systemsprache | Standardsprache des Shops, bei Installation gewählt | Nach der Installation nicht mehr änderbar |
| Sprachen | Anlegen mit Locale und ISO-Code, aktiv oder inaktiv schaltbar | Vererbung von einer Ausgangssprache möglich |
| Produkte und Kategorien | Namen, Beschreibungen und Attribute je Sprache | Nicht übersetzte Felder erben von der Ausgangssprache |
| Snippets | Oberflächentexte der Storefront und Administration | Zentrale Verwaltung der Übersetzungen |
| Verkaufskanal und Domain | Zuweisung der Sprachen je Sales Channel und Domain | Steuert, welche Storefront-Sprache ausgeliefert wird |
Stand: August 2026. Angaben beziehen sich auf Shopware 6 (Standardfunktionen ohne Erweiterungen).
Sprachen werden systemweit gepflegt und je Verkaufskanal und Domain ausgespielt. Die Darstellung ist vereinfacht.
Wie werden Inhalte in Shopware übersetzt?
Shopware 6 trennt zwischen der Übersetzung von Inhalten und der Übersetzung von Oberflächentexten. Inhalte wie Produktnamen, Beschreibungen, Kategorien und Erlebniswelten pflegt der Händler je Sprache direkt am Datensatz. Oberflächentexte der Storefront und Administration werden über Snippets zentral verwaltet.
- Produkte und Kategorien: Übersetzung der Felder je aktiver Sprache am jeweiligen Datensatz.
- Snippets: zentrale Übersetzung von Buttons, Labels und Systemtexten.
- Vererbung: nicht übersetzte Felder fallen auf die Ausgangssprache zurück.
- CMS-Inhalte: Erlebniswelten lassen sich sprachabhängig gestalten.
Wichtig: Eine Sprache kann nur von einer anderen Sprache erben, mehrstufige Vererbung ist nicht möglich. Das begrenzt zwar die Flexibilität, hält die Übersetzungslogik aber nachvollziehbar.
Wie hängen Sprachen und Verkaufskanäle zusammen?
Angelegte Sprachen werden über die Domain-Konfiguration den Verkaufskanälen (Sales Channels) zugewiesen. Jeder Verkaufskanal kann eigene Sprachen und eine eigene Domain haben. So lässt sich derselbe Produktbestand über einen deutschen Kanal unter einer .de-Domain und einen internationalen Kanal unter einer .com-Domain ausspielen, jeweils in der passenden Sprache.
Für international verkaufende Unternehmen ist das der Hebel: Statt mehrerer getrennter Shops entsteht eine mehrsprachige Storefront-Struktur aus einem System. Produktdaten werden einmal gepflegt und je Sprache übersetzt, statt sie pro Markt zu duplizieren.
Einordnung
Mehrsprachigkeit in Shopware technisch zu aktivieren dauert eine Stunde, sie über Hunderte Produkte und mehrere Märkte konsistent zu halten ist die eigentliche Aufgabe. Wer Übersetzungen zentral im PIM pflegt und an Shopware ausspielt, vermeidet die typische Sackgasse, in der einzelne Sprachen veralten und Kunden auf Fallback-Texte in der falschen Sprache stoßen.
Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH
Wo Mehrsprachigkeit an die Datenpflege stößt
Die Sprachlogik in Shopware ist technisch schnell aufgesetzt. Der eigentliche Aufwand liegt in der laufenden Pflege der Übersetzungen: Je mehr Produkte, Varianten und Märkte, desto größer der Aufwand, alle Sprachen konsistent und aktuell zu halten. Fehlen Übersetzungen, greift zwar die Vererbung, doch der Kunde sieht dann Texte in der falschen Sprache.
Hier verbindet sich Mehrsprachigkeit mit dem Data Management: In einem zentralen PIM lassen sich Übersetzungen strukturiert pflegen und an Shopware ausspielen, statt sie im Shop-Backend manuell nachzuziehen. onacy richtet Shopware und PIM so ein, dass mehrsprachige Sortimente ohne Mehrfachpflege aktuell bleiben.
Häufige Fragen zur Shopware Mehrsprachigkeit
Wie richtet man Mehrsprachigkeit in Shopware ein?
In Shopware 6 legt man weitere Sprachen in der Administration an, jeweils mit Locale und ISO-Code wie de-DE oder en-GB. Anschließend werden die Sprachen über die Domain-Konfiguration einem Verkaufskanal zugewiesen. Produkte, Kategorien und Inhalte werden je Sprache übersetzt, Oberflächentexte über Snippets. Die Systemstandardsprache wird bei der Installation gewählt und ist danach nicht mehr änderbar.
Kann jeder Verkaufskanal eine eigene Sprache haben?
Ja. Sprachen werden über die Domain-Konfiguration je Verkaufskanal zugewiesen, und jeder Sales Channel kann eigene Sprachen und eine eigene Domain haben. So lässt sich derselbe Produktbestand über einen deutschen Kanal unter einer .de-Domain und einen internationalen Kanal unter einer .com-Domain in der jeweils passenden Sprache ausliefern.
Was ist Sprachvererbung in Shopware?
Bei der Sprachvererbung fallen nicht übersetzte Felder automatisch auf eine festgelegte Ausgangssprache zurück. Legt man eine neue Sprache an, kann sie von einer bestehenden Sprache erben, sodass fehlende Übersetzungen nicht leer bleiben. Wichtig ist, dass eine Sprache nur von einer anderen erben kann, mehrstufige Vererbung ist in Shopware nicht möglich.
Wie werden Produkte in Shopware übersetzt?
Produktinhalte wie Name, Beschreibung und Attribute werden je aktiver Sprache direkt am Produktdatensatz übersetzt. Oberflächentexte laufen getrennt über Snippets. Nicht übersetzte Felder erben von der Ausgangssprache. Bei großen Sortimenten empfiehlt sich die zentrale Pflege der Übersetzungen im PIM und die Ausspielung an Shopware, um Mehrfachpflege zu vermeiden.
Mehrsprachige Sortimente ohne Mehrfachpflege
Internationale Storefronts scheitern selten an Shopware, sondern an der laufenden Pflege der Übersetzungen. Im Erstgespräch zeigen wir, wie sich Sprachen zentral im PIM pflegen und an Shopware ausspielen lassen, damit kein Markt veraltet.
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