Pfreundt Case Study: 40 % weniger Vertriebsaufwand mit Shopware B2B

Wie die Pfreundt GmbH ihre Wiegesysteme mit einem Shopware-B2B-Shop, Kundenportal und SAP-Integration konfigurierbar macht und bis zu 40 % Vertriebsaufwand spart.
PFREUNDT Servicewagen am Tagebau mit PFREUNDT E-Shop auf zwei Smartphones

Ein Hersteller von mobilen Wiegesystemen verkauft keine Stangenware. Jede Waage wird für das Fahrzeug oder die Anlage des Kunden konfiguriert, und Montage, Service und Umrüstungen liefen jahrelang über Telefon, E-Mail und Papier. Genau hier setzt die Geschichte der Pfreundt GmbH an. Gemeinsam mit onacy hat das Unternehmen die Konfiguration und Bestellung seiner Wiegesysteme sowie das Servicegeschäft auf einen Shopware-B2B-Shop mit angeschlossenem Kundenportal umgestellt. Das Ergebnis: bis zu 40 Prozent weniger Aufwand im Vertrieb. Diese Case Study zeigt, wie der Weg dorthin aussah und was andere Hersteller daraus mitnehmen können.

Die Ausgangslage: Konfigurierbare Wiegesysteme, viel manuelle Abstimmung

Pfreundt baut Wiegesysteme, Wiegebrücken und Lösungen für Schüttgut. Das sind keine Produkte von der Stange, sondern technische Systeme, die individuell für das Fahrzeug oder die Anlage des Kunden konfiguriert und im Einsatz gewartet, umgerüstet und betreut werden. Für den Vertrieb bedeutet das: viele individuelle Konfigurations- und Serviceanfragen, viele Sonderfälle, viel Abstimmung.

Vor der Digitalisierung liefen diese Prozesse weitgehend analog. Kunden riefen an oder schrieben E-Mails, der Vertrieb stellte die passende Konfiguration zusammen, prüfte Preise und Verfügbarkeit und erfasste den Auftrag von Hand. Das kostete nicht nur Zeit, es war auch fehleranfällig. Fehlerhafte Konfigurationen, verzögerte Antworten und Rückfragen waren die Regel, nicht die Ausnahme. Und jede Verzögerung schlug am Ende auf die Kundenzufriedenheit durch.

Das eigentliche Problem war nicht der einzelne Vorgang, sondern die Summe. Bei einem Maschinenpark, der über Jahre wächst, vervielfacht sich der Koordinationsaufwand. Genau dieser Aufwand bindet Vertriebskapazität, die woanders fehlt: in der Beratung, im Aufbau neuer Kundenbeziehungen, im Geschäft, das wirklich wächst.

Die Lösung: Ein Shopware-B2B-Shop mit Kundenportal und SAP-Anbindung

onacy hat für Pfreundt einen B2B-Shop auf Basis von Shopware aufgebaut, der weit mehr ist als ein Bestellformular. Das Herzstück ist ein Kundenportal, das den gesamten Lebenszyklus einer Maschine abbildet. Der erste Shop ging 2019 live, im Juli 2025 folgte ein umfassender Relaunch auf die aktuelle Shopware-Generation.

Die wichtigsten Bausteine der Lösung:

  • Rollenbasierte Nutzerlogik: Jeder Kunde sieht im Portal genau das, was für ihn relevant ist. Zugriffe und Rechte lassen sich pro Rolle steuern.
  • Zentrale Waagenverwaltung: Alle Pfreundt-Waagen eines Kunden sind im Portal hinterlegt, inklusive Konfiguration, Updates und Datensynchronisation in Echtzeit.
  • Produktkonfigurator: Wiegesysteme lassen sich direkt online individualisieren, passende Serviceleistungen können gleich mitgebucht werden.
  • Automatische Zuordnung zur Maschine: Wartung, Garantie und passende Leistungen sind der jeweiligen Waage automatisch zugeordnet, statt mühsam herausgesucht zu werden.
  • Transparente Bestellhistorie: Kunden sehen frühere Bestellungen und vollständige Berichte der Servicetechniker an einem Ort.
  • Self-Service rund um die Uhr: Konfiguration und Bestellung neuer Wiegesysteme sowie Montage, Service und Umrüstungen lassen sich ohne Umweg über den Vertrieb beauftragen.
  • Individuelle Rabatte für den Außendienst: kundenspezifische Konditionen, sauber im System abgebildet.
  • Mobil optimiert: Das Frontend funktioniert auf Tablet und Smartphone, also genau dort, wo der Außendienst arbeitet.

Der entscheidende technische Hebel war die Anbindung an das ERP. Über eine API-Verbindung zu SAP Business One tauschen Shop und Warenwirtschaft Daten aus. Preise, Verfügbarkeiten und Bestellungen laufen dadurch ohne manuelle Doppelerfassung. Genau diese Integration trennt einen echten B2B-Shop von einem digitalen Schaufenster.

Bei erklärungsbedürftigen Produkten entscheidet nicht der schönste Shop, sondern die Verbindung zur Maschine. Ein Kunde will nicht in einem Katalog blättern, er will die richtige Konfiguration und den passenden Service für genau seine Anlage, sofort und ohne Rückfrage. Wer diese Zuordnung automatisiert, nimmt dem Vertrieb die Fleißarbeit ab und gibt dem Kunden Sicherheit. Das ist der Punkt, an dem ein Kundenportal echten Mehrwert schafft, nicht nur Bequemlichkeit.

Das Ergebnis: bis zu 40 Prozent weniger Aufwand im Vertrieb

Die wichtigste Kennzahl des Projekts ist eindeutig: Der Aufwand im Vertrieb sank um bis zu 40 Prozent. Anfragen, die früher manuell bearbeitet wurden, laufen heute über den Self-Service des Portals. Der Vertrieb wird dadurch nicht ersetzt, sondern entlastet, und kann sich auf die Aufgaben konzentrieren, die wirklich Beratung brauchen.

Pfreundt B2B-Shop: vom manuellen Prozess zum digitalen Kundenportal Gegenüberstellung der Situation vor und nach der Digitalisierung mit dem zentralen Ergebnis von bis zu 40 Prozent weniger Vertriebsaufwand. Vom manuellen Prozess zum digitalen Kundenportal VORHER × Bestellung per Telefon und E-Mail × Konfiguration manuell von Hand × Verzögerte Antworten, viele Rückfragen × Hohe Fehlerquote bei Bestellungen × Vertrieb gebunden in Routinearbeit NACHHER Self-Service rund um die Uhr Online-Konfigurator mit Service-Buchung SAP Business One in Echtzeit angebunden Weniger Fehler, weniger Korrekturen Stärkere Kundenbindung bis zu 40 % weniger Aufwand im Vertrieb

Neben der reinen Zeitersparnis zahlt das Projekt auf mehrere Konten gleichzeitig ein: weniger Fehler durch automatische Auftragserfassung, weniger nachträgliche Korrekturen, eine bessere Self-Service-Quote und am Ende eine stärkere Kundenbindung. Wenn Kunden ihre Maschinen, Bestellungen und Serviceberichte selbst im Blick haben, sinkt die Hürde für die nächste Bestellung spürbar.

Referenz

Die komplette Pfreundt Case Study

Alle Projektdetails, Screenshots des E-Shops und die Ergebnisse im Überblick.

Was Hersteller aus dem Pfreundt-Projekt mitnehmen können

Die Pfreundt Case Study ist kein Einzelfall, sondern ein Muster, das für viele herstellende Unternehmen mit erklärungsbedürftigen, konfigurierbaren Produkten und Servicegeschäft gilt. Vier Punkte lassen sich übertragen.

1. Konfiguration und Service sind der ideale Einstieg in den B2B-Shop.
Wenn Kunden ihre Systeme selbst konfigurieren und Montage, Service oder Umrüstungen selbst beauftragen, ist der Self-Service-Effekt sofort spürbar. Wer hier startet, sieht den Nutzen schnell.

2. Ein Kundenportal schlägt einen reinen Shop.
Die Verbindung von Bestellung, Maschinenverwaltung und Servicehistorie macht den Unterschied. Genau dort entsteht die Bindung, die einen Wechsel zum Wettbewerb unwahrscheinlich macht.

3. Ohne ERP-Integration bleibt der Shop eine Insellösung.
Die Anbindung an SAP oder ein anderes Warenwirtschaftssystem ist kein optionales Extra. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Self-Service ohne Doppelarbeit funktioniert.

4. Der Außendienst gehört mitgedacht.
Ein mobil nutzbares Portal mit kundenspezifischen Konditionen macht den Außendienst schneller, statt ihn zu ersetzen. Digitalisierung im B2B Commerce gelingt dann, wenn die Menschen im Vertrieb sie als Entlastung erleben.

Viele Hersteller warten auf das eine große Plattformprojekt und übersehen den schnellen Hebel direkt vor ihnen. Das Konfigurations- und Servicegeschäft lässt sich oft in wenigen Monaten digitalisieren und liefert messbaren Nutzen, lange bevor die komplette Commerce-Strategie steht. Pfreundt zeigt genau das: erst den konkreten Schmerz lösen, dann ausbauen.

Fazit

Pfreundt hat ein klassisches Hersteller-Problem gelöst: Ein komplexes Konfigurations- und Servicegeschäft, das den Vertrieb in Routinearbeit erstickte, wurde zu einem digitalen Kundenportal, das Kunden 24/7 selbst bedienen können. Der Lohn ist konkret messbar, bis zu 40 Prozent weniger Aufwand im Vertrieb, weniger Fehler und eine stärkere Kundenbindung. Die Grundlage dafür ist ein Shopware-B2B-Shop mit echter SAP-Integration und einem Portal, das die Maschine in den Mittelpunkt stellt.

Wenn Sie ein ähnliches Geschäftsmodell haben, lohnt ein Blick in die ausführliche Pfreundt Case Study. Dort sehen Sie alle Projektdetails und können einschätzen, wie sich der Ansatz auf Ihr Unternehmen übertragen lässt.

Häufige Fragen zum B2B-Shop im Maschinen- und Anlagengeschäft

Was hat Pfreundt mit dem Shopware-B2B-Shop erreicht?

Pfreundt konnte den Aufwand im Vertrieb um bis zu 40 Prozent senken. Möglich wurde das durch ein Kundenportal mit Self-Service, die Online-Konfiguration der Wiegesysteme, die Self-Service-Beauftragung von Montage, Service und Umrüstungen und eine Echtzeit-Anbindung an SAP Business One. Hinzu kommen weniger Fehler, weniger nachträgliche Korrekturen und eine stärkere Kundenbindung.

Warum lohnt sich ein Kundenportal für Hersteller mehr als ein reiner Onlineshop?

Ein reiner Shop verkauft Produkte, ein Kundenportal bildet den gesamten Lebenszyklus einer Maschine ab: Bestellung, Konfiguration, Wartung, Garantie und Servicehistorie an einem Ort. Diese Verbindung schafft Bindung, weil der Kunde alle relevanten Informationen zu seinen Anlagen direkt im Portal findet und neue Systeme, Service oder Umrüstungen ohne Umweg beauftragen kann.

Welche Rolle spielt die ERP-Integration bei einem B2B-Shop?

Die ERP-Integration ist die Voraussetzung dafür, dass Self-Service ohne Doppelarbeit funktioniert. Bei Pfreundt sorgt die API-Anbindung an SAP Business One dafür, dass Preise, Verfügbarkeiten und Bestellungen automatisch zwischen Shop und Warenwirtschaft fließen. Ohne diese Verbindung bliebe der Shop eine Insellösung mit manueller Nacherfassung.

Wie lange dauert die Einführung eines B2B-Shops mit Kundenportal?

Das hängt vom Umfang ab. Ein fokussierter Einstieg über Konfiguration und Servicebestellung lässt sich oft in wenigen Monaten realisieren, weil Produkte und Prozesse klar umrissen sind. Umfangreiche Funktionen wie Produktkonfiguratoren, Maschinenverwaltung und tiefe ERP-Integration kommen schrittweise dazu. Pfreundt ist 2019 gestartet und hat den Shop 2025 auf die aktuelle Shopware-Generation relauncht.

Ist Shopware für komplexe B2B-Anforderungen im Maschinenbau geeignet?

Ja. Shopware bildet mit den B2B Components kundenspezifische Preise, Freigabe-Workflows und Unternehmenshierarchien ab und lässt sich über APIs an ERP-Systeme wie SAP anbinden. Für Hersteller mit konfigurierbaren Produkten und individuellem Servicegeschäft ist die Plattform damit eine tragfähige Basis, wie das Pfreundt-Projekt zeigt.

Philipp Foreman

Autor

Philipp Foreman

Geschäftsführer, onacy GmbH

Philipp Foreman begleitet herstellende Unternehmen bei der Digitalisierung ihres B2B-Geschäfts. Mit onacy hat er Projekte wie den Pfreundt-Shop umgesetzt, bei denen Produktkonfiguration, Servicegeschäft, Kundenportal und ERP-Integration zu einer Plattform zusammenwachsen.

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