Data Management

Was ist Datenmigration?

Datenmigration ist der einmalige, projekthafte Transfer von Daten aus einem Quellsystem in ein Zielsystem, meist im Zuge einer Systemablösung oder eines Plattformwechsels. Dabei werden Daten extrahiert, bereinigt, transformiert und im Zielformat geladen. Im Commerce betrifft das typischerweise Produkt-, Kunden- und Bestelldaten beim Wechsel von Shop-, PIM- oder ERP-Systemen.

Eine Migration läuft in der Regel über die Schritte Extraktion, Transformation und Laden (ETL): Daten werden aus dem Altsystem gezogen, in das Zielformat überführt und dort eingespielt. Entscheidend ist die Strategie. Beim Big-Bang-Ansatz wird in einem einzigen Umschaltfenster migriert, beim parallelen Ansatz (Trickle) laufen Alt- und Neusystem zeitweise nebeneinander und Daten wandern schrittweise.

Kriterium Big Bang Parallel (Trickle)
Vorgehen Gesamte Datenmenge in einem Umschaltfenster Schrittweise in Etappen oder Modulen
Ausfallzeit Definiertes Downtime-Fenster nötig Kaum bis keine Downtime im Livebetrieb
Risiko Höher, geballt im Cutover Geringer, weil Fehler eingegrenzt bleiben
Dauer und Aufwand Kürzer, aber intensive Vorbereitung Länger, dafür Parallelbetrieb und Synchronisation
Eignung Kleinere, klar abgegrenzte Datenbestände Große, geschäftskritische Bestände

Stand: Juni 2026. Die Gegenüberstellung folgt der gängigen Praxis im Migrationsmanagement; die konkrete Wahl hängt von Datenmenge, Risiko und Downtime-Toleranz ab.

Die drei Schritte einer Datenmigration
Die drei Schritte einer Datenmigration Quellsystem Altdaten 1. Extraktion Daten aus Altsystem ziehen 2. Transformation bereinigen, ins Zielformat 3. Laden ins Zielsystem einspielen Zielsystem migrierte Daten

Jede Migration durchläuft die ETL-Schritte Extraktion, Transformation und Laden. Die Darstellung ist schematisch.

Wann ist eine Datenmigration nötig?

Eine Datenmigration steht immer dann an, wenn Daten ihren technischen Heimathafen wechseln. Im Commerce sind das vor allem Plattform- und Systemwechsel. Typische Anlässe:

  • Wechsel des Shopsystems, etwa eine Migration auf eine neue Commerce-Plattform.
  • Einführung eines PIM- oder ERP-Systems mit Übernahme bestehender Produkt- und Stammdaten.
  • Konsolidierung mehrerer Altsysteme nach Zukauf oder Fusion.
  • Ablösung veralteter Datenbanken oder Eigenentwicklungen.

Der Aufwand wird häufig unterschätzt: Nicht das technische Verschieben ist die Hürde, sondern die Bereinigung und Vereinheitlichung der Daten, bevor sie ins neue System gehen.

Einordnung

In der Praxis scheitern Migrationen selten an der Technik, sondern an unterschätzter Datenqualität, denn unbereinigte Altdaten machen aus einem Systemwechsel schnell ein Folgeprojekt. Wer vor der Migration in Bereinigung und ein klares Zielmodell investiert, statt Altlasten einfach mitzuziehen, spart später ein Vielfaches an Nacharbeit.

Philipp Foreman, Geschäftsführer onacy GmbH

Wie hängen Datenmigration und Datenqualität zusammen?

Eine Migration ist immer auch ein Qualitätscheck. Wer Daten unbereinigt aus dem Altsystem übernimmt, verschiebt nur das Problem: Dubletten, Lücken und inkonsistente Formate landen unverändert im Zielsystem. Deshalb gehört zur Transformation immer eine Bereinigung, also Dublettenabgleich, Vereinheitlichung von Einheiten und Schließen von Pflichtfeld-Lücken.

Ohne strukturiertes Data Management bleibt jede Migration ein Risiko. Erst wenn klar ist, welche Daten in welchem Zielmodell wie aussehen sollen, lässt sich der Transfer planbar und fehlerarm durchführen. Genau hier setzt onacy als Pimcore Platinum Partner an: Datenbestände vor der Migration so aufbereiten, dass das Zielsystem von Tag eins mit sauberen Daten startet.

Datenmigration oder Datenintegration, was ist der Unterschied?

Datenmigration ist ein einmaliger, projekthafter Transfer: Daten ziehen einmal vom Alt- ins Zielsystem um, danach ist das Quellsystem oft abgeschaltet. Datenintegration ist dagegen ein dauerhafter Prozess: Daten aus verschiedenen Quellen werden laufend zusammengeführt und synchron gehalten.

In der Praxis folgen beide oft aufeinander. Zuerst migriert man Bestandsdaten ins neue System, danach sorgt eine Integration dafür, dass dieses System dauerhaft mit ERP, Shop und weiteren Quellen verbunden bleibt. Wer das von Anfang an mitdenkt, vermeidet, dass kurz nach der Migration schon wieder Datensilos entstehen.

Häufige Fragen zu Datenmigration

Was ist Datenmigration einfach erklärt?

Datenmigration ist der einmalige Umzug von Daten aus einem Altsystem in ein neues Zielsystem. Dabei werden die Daten extrahiert, bereinigt, ins Zielformat transformiert und dort eingespielt. Im Commerce passiert das typischerweise beim Wechsel von Shop-, PIM- oder ERP-Systemen, wenn Produkt-, Kunden- und Bestelldaten übernommen werden müssen.

Was ist der Unterschied zwischen Big Bang und parallelem Ansatz?

Beim Big-Bang-Ansatz werden alle Daten in einem einzigen Umschaltfenster migriert, das ist schneller, aber riskanter und braucht eine definierte Ausfallzeit. Beim parallelen Ansatz wandern die Daten schrittweise, während Alt- und Neusystem nebeneinander laufen. Das senkt das Risiko und vermeidet Downtime, dauert aber länger und erfordert Synchronisation.

Was ist der Unterschied zwischen Datenmigration und Datenintegration?

Datenmigration ist ein einmaliger, projekthafter Transfer vom Alt- ins Zielsystem, danach wird das Quellsystem oft abgeschaltet. Datenintegration ist ein dauerhafter Prozess, der Daten aus verschiedenen Quellen laufend zusammenführt und synchron hält. In der Praxis folgt die Integration oft auf die Migration.

Warum ist Datenqualität bei der Migration entscheidend?

Wer Daten unbereinigt übernimmt, verschiebt das Problem nur: Dubletten, Lücken und inkonsistente Formate landen unverändert im neuen System. Deshalb gehört zur Transformation immer eine Bereinigung. Ohne strukturiertes Data Management bleibt jede Migration ein Risiko, weil unklar ist, wie die Daten im Zielmodell aussehen sollen.

Migration ohne Altlasten ins neue System

Eine erfolgreiche Datenmigration entscheidet sich vor dem Umzug, in der Datenqualität. Im Produktdaten-Audit prüfen wir Ihre Bestände auf Dubletten, Lücken und Inkonsistenzen und zeigen, wie das Zielsystem von Tag eins mit sauberen Daten startet.

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